Schnaps – kein billiger Fusel mehr

Egal ob als Digestif nach einem leckeren Essen oder als abendlicher Obstbrand beim Zusammensitzen mit guten Freunden. Ein guter Schnaps hat noch niemandem geschadet. Verschiedenste Geschmacksrichtungen und unterschiedliche Alkoholgehalte bringen eine unfassbare Variation, sodass für jeden Anlass etwas dabei ist. 

Brände und Geiste aus verschiedensten Obstsorten, Spirituosen aus Weizen, ausgefallene süße Liköre oder auch der klassische Weinbrand. Jeder individuelle Geschmack kann durch die verschiedensten Produkte, die im Bereich der Spirituosen produziert werden, bedient werden. 

Herstellung des Schnapses

In den meisten Fällen entstehen Spirituosen durch die Gärung von zuckerhaltigen Lösungen oder auch durch das Einlegen von Beeren oder Früchten in Alkohol. Im Anschluss daran wird der Schnaps gebrannt. Nach der Destillation können schließlich noch Aromen hinzugegeben werden und der Geschmack kann entsprechend der Wünsche des Endprodukts abgestimmt werden. 

Lange Zeit verbreitete sich das Bild von Schnaps als billiger Fusel, der nur dazu dienen soll, dass man möglichst schnell betrunken wird. Mittlerweile gilt dies glücklicherweise nicht mehr, denn dieses Bild wurde vollkommen zu Unrecht in die Welt getragen. Heutzutage gehört ein Verteiler nach dem Essen zum guten Ton und auch der alltägliche Genuss, wegen des guten Geschmacks, ist heute nicht verpönt. Auch als Mischgetränk, zusammen mit den verschiedensten Softdrinks oder als Basis für erfrischende Cocktails werden Spirituosen genutzt. 

Dabei muss man wahrlich kein Vermögen mehr ausgeben, um eine qualitativ hochwertige Spirituose zu kaufen. Je nach Präferenz bei Qualität und Geschmack bezahlt man zwischen 10 und 20 Euro pro Flasche. Sicher gibt es auch Brände, die man für weniger als fünf Euro beim Discounter erwerben kann, doch wer wert auf ein exklusives Geschmackserlebnis setzt, der sollte bei der Getränkewahl keine Abstriche machen. Nach oben hin sind dem Preis keine Grenzen gesetzt. Für manche Flaschen können auch fünfstellige Summen über den Tresen gehen. Meist handelt es sich jedoch um seltene Schnäpse, die aufgrund ihrer Rarität solch horrend hohe Preise erreichen. 

Regionale Unterschiede bei Schnaps

Mit den wechselnden Regionen wechseln auch die Trinkgewohnheiten der lokalen Bewohner. Während sich im Norden Deutschlands eher Spirituosen auf Weizenbasis, wie zum Beispiel Korn oder Wodka, an Beliebtheit erfreuen, ist der Süden Deutschlands von einer immensen Getränkevielfalt geprägt. Insbesondere die Region der Alpen profitiert durch die räumliche Nähe verschiedenster Staaten und Kulturen. Seien es die DACH-Staaten (Deutschland, Österreich und die Schweiz), Italien, Frankreich oder sogar Slowenien, jedes Land hat seine eigenen Präferenzen und Spezialitäten, was Schnäpse angeht. Aber eines haben sie auf jeden Fall gemeinsam: Sie sind unfassbar lecker, wie alpenbrenner.de zeigt.

Auch regionale Spezialitäten können innerhalb eines Schnapses verarbeitet werden, um diesen eine ganz spezielle, lokale Note zu verleihen. Seien es Süßigkeiten oder Obst und Früchte, dem Einfallsreichtum sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt. Hauptsache es schmeckt am Ende.

Der Alkoholgehalt liegt bei den meisten Spirituosen zwischen 15 Prozent und 40 Prozent. Einige Schnäpse, wie Whisky oder auch Absinth, haben jedoch deutlich mehr über 40 Prozent Alkoholgehalt. Doch wie Sigmund Freud schon sagte: „Es gibt ebenso wenig eine hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol“. Und zumindest mit letzterer Behauptung hat er auf jeden Fall Recht behalten.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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