Avocado

Avocado
© B.navez – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Kann ein Lebensmittel wie die Avocado, das relativ viele Kalorien und einen hohen Fettanteil hat, für das Abnehmen geeignet und gesund sein? Überraschenderweise ist dies tatsächlich möglich. Studien beweisen, dass einfach ungesättigte Fettsäuren eher als langfristige Energiequellen genutzt und nicht so sehr als Körperfett gespeichert werden. Auch sonst hält die Avocado einige Überraschungen parat. Sie ist z. B. eine Frucht, kein Gemüse, die durch vielfältige Nährstoffe und Vitamine als gesundes Kraftpaket bezeichnet werden kann.

Nährwerttabelle (Inhaltsstoffe pro 100g)

Kalorien 160 kcal

Fettgehalt

gesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren


Einfach ungesättigte Fettsäuren

15 g

2,1 g

1,8 g

10 g

Kohlenhydrate

Ballaststoffe

Zucker

9 g

7 g

0,7 g

Protein / Eiweiß 2 g
Cholesterin 0 mg
Vitamin A 146 IU
Vitamin B6 0,3 mg
Vitamin B12 0 µg
Vitamin C 10 mg
Vitamin D 0 mg
Eisen 0,6 mg
Kalium 12 mg
Kalzium 485 mg
Magnesium 29 mg

Warum die Avocado gesund ist

So paradox es klingen mag: Die fette Kalorienbombe (ca. 23 g Fett pro 100 g Fruchtfleisch und 200-250 Kalorien pro halbe Frucht) hilft nicht nur, das Risiko für bestimmte Krankheiten zu reduzieren, sondern begünstigt auch das Abnehmen. Experten sind sich sicher: Die große Anzahl an ungesättigten Fettsäuren hilft dem Körper beim Fettabbau. Aus diesem Grund ist der Verzehr von Avocados auch während einer Diät nicht verboten.

Im Gegenteil:

Besonders das Enzym Lipose steuert die Fettverbrennung während der Verdauung und im Fettgewebe. Rund 73%, des in einer Avocado enthaltenen Fettes, sind ein- oder mehrfach gesättigte Fettsäuren.

Der Arteriosklerose, einer der häufigsten Todesursachen in Mitteleuropa, kann durch den regelmäßigen Genuss von Avocados vorgebeugt werden. Die Omega-3-Fettsäure ist lebenswichtig und wirkt der Verstopfung von Gefäßen entgegen. Im Zusammenwirken mit anderen Spurenelementen und Vitaminen ist es den freien Radikalen so nicht möglich, die Körperzellen anzugreifen und das Immunsystem zu schwächen. Im Extremfall kann dieser Vorgang zur Entstehung von Rheuma und sogar Tumoren führen.

Avocados sind eine Quelle für gesunde Fette, so verringert ihr Verzehr deutlich das Herzinfarktrisiko. Wer keinen Fisch mag oder sich vegan ernährt, kann die Avocado als Lieferant dieser wichtigen Fettsäuren nutzen. Omega-9-Fettsäuren reduzieren das LDL (das „böse“ Cholesterin) und erhöhen gleichzeitig den HDL-Spiegel (das „gute“ Cholesterin). Außerdem birgt die Avocado eine Vielzahl an weiteren wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Das enthaltene Vitamin C hilft, dass Gefäße vor entzündlichen Veränderungen geschützt werden und das Immunsystem gestärkt wird. Vitamin E gilt als starkes Antioxidans und Vitamin A ist für die Blutbildung notwendig, lässt die Haut strahlen und stärkt die Augen.

Eine Menge komplexer Kohlenhydrate weisen einen hohen Sättigungsgrad auf und führen zu einem geringen Blutzuckeranstieg nach dem Essen. Davon profitieren Diabetiker in besonderem Maße. Wichtig ist auch der hohe Anteil an essenziellen Aminosäuren. Diese muss unser Körper mit der Nahrung aufnehmen, da er sie nicht selbst produzieren kann.

Erwähnenswert ist auch die Bezeichnung als „Abendfrucht“. Avocados enthalten Tryptophan. Daraus produziert unser Organismus das sogenannte „Schlafhormon“ Melatonin. Es sorgt für geruhsamen Schlaf. Unser Körper kann sich erholen und regenerieren. So wird dafür gesorgt, dass wir seltener krank werden. Gesundheit und ein gutes Aussehen sind uns allen doch sehr wichtig. Probieren Sie die folgenden Rezepte doch einfach einmal aus – Sie werden bestimmt begeistert sein!

Avocado-Rezepte

Avocadocreme

Superlecker als Beilage zu kurzgebratenem oder gegrilltem Fleisch. Praktisch: Wenn etwas übrig bleibt, kann man es als tollen Brotaufstrich verwenden! Folgende Menge ist ausreichend für 4 Portionen: 3 (möglichst reife, schon etwas weiche Avocados) der Länge nach halbieren, den Kern entfernen und die Schale abziehen. Das Fruchtfleisch in eine Schüssel geben und mit der Gabel zerdrücken. Sofort den Saft einer Zitrone zufügen und unterrühren. Nun einen Becher Sauerrahm unter die Creme rühren. Anschließend salzen und mit frisch-gemahlenem Pfeffer aus der Mühle würzen.

Avocado-Guacamole (Dip)

Die mexikanische Variante ist ein toller Dip und eine ausgezeichnete Füllung für Tortillas. Die Zubereitung ist die gleiche wie oben, allerdings werden für die gewünschte Schärfe zusätzlich eine kleingeschnittene Zwiebel, eine gehackte frische Chillischote und, je nach Geschmack, auch Gurken- und Tomatenstückchen hinzugegeben. Anstatt Sauerrahm verwendet man Naturjoghurt.

Avocadosalat

Dieser köstlich frische Salat sollte kurz vor dem Servieren zubereitet werden, um den bestmöglichen Geschmack zu erhalten. 6 Karotten werden mittels eines Sparschälers in dünne Streifen gehobelt und eine entkernte und geschälte Avocado der Länge nach in schmale Spalten geschnitten. Dann ein Bund frisch gezupfter Basilikumblätter untermischen. Sie harmonieren geschmacklich sehr gut mit der Avocado. Anschließend bereitet man ein Dressing aus Honig, Olivenöl, Pinienkernen und Zitronensaft zu, schmeckt mit Meersalz und frischem Pfeffer ab und gießt es über den Salat.

Fazit

Die Avocado ist – zusammen mit der Olive – die fettreichste Frucht, enthält aber außer ihren gesunden pflanzlichen Fetten, eine große Menge an lebenswichtigen Vitaminen, wie z.B. Vitamin A, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Biotin und Vitamin E. Wer regelmäßig Avocados isst, tut sich selbst etwas Gutes. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt und der Entstehung zahlreicher Krankheiten entgegengewirkt bzw. in ihrem Verlauf positiv beeinflusst. Das Hautbild verändert sich, Falten werden geglättet und eine Gewichtsreduzierung wird unterstützt. Kurzum: Die Avocado ist sehr gesund!